Isa Radler

LesenBetenLiebenSein … mit Isa Radler

Isa Radler // 34 Jahre alt // lebt mit ihren Hasen Pünktchen und Anton in der Nähe von Schwäbisch Hall // SV-EC-Jugenddiakonin in Untermünkheim

LESEN:

Ich liebe das Lesen. Von der Couch aus in ferne Länder reisen. Abenteuer ohne Risiko erleben. Abtauchen in eine andere Welt.
Bibellesen liebe ich auch. Die schönste Art: Im Sommer. Auf Zeltlager. Alle schlafen noch, außer die fleißigen Küchenmitarbeiter, die Kaffee kochen. Ich sitze neben der Kaffeemaschine. Bekomme den ersten, stärksten Schluck. Auf den Beinen meine aufgeschlagene Bibel. In dem ganzen Chaos gehört die erste halbe Stunde des Tages nur Jesus und mir.

BETEN:

Am intensivsten bete ich im Auto. Das hab ich mir in einer Zeit des Reisedienstes so angewöhnt. Als ich diesen Frühling durch wunderschöne Natur zu meinem Freund gefahren bin, hatte ich ein so intensives Gespräch mit Jesus, dass ich mich verfahren habe. Ich kam über eine halbe Stunde zu spät an. Sagte: „Ich habe mich so gut mit Jesus unterhalten, dass ich den Weg vergessen habe“. Er lachte. Seitdem fragt er manchmal, wenn ich nachdenklich schaue: „Betest du oder denkst du nach?“ Er wartet bei beidem bis ich damit fertig bin, redet dann weiter und amüsiert sich drüber, dass er multitaskingfähiger ist als ich.

LIEBEN:

Von Rob Bell aus „Sex. Gott.“ hab ich den Gedanken: Agape (göttliche Liebe) liebt nicht, weil der andere schön ist, sondern auf eine Art und Weise, die ihn schön werden lässt.
Seit ich das gelesen habe, suche ich diese Art der Liebe. Wenn ich andere beobachte. Das inspiriert mich. Und wenn ich selbst mit Menschen umgehe, versuche ich auf die Art zu lieben. Die Liebe in mir wächst und wächst mit jeder Person, die dazu kommt. Und keine Liebe fühlt sich gleich an. Am meisten liebe ich: Jesus, meinen Freund Maik, meine Mama und Papa, meine Freundin Astrid, Pünktchen und Anton (Haustiere). Und ganz genau sagen, wie da die interne Reihenfolge ist, kann ich nicht und will ich nicht. Weil jeder auf einer völlig anderen Ebene geliebt wird. Nur die Liebe zu Jesus durchdringt alle anderen Lieben.

SEIN:

I am a human-being. Not a human-doing.
Dieses Wortspiel funktioniert im Deutschen nicht. Drückt aber meine befreiendste Erfahrung der letzten Jahre aus. Ich bin Kind Gottes. Nicht seine Dienerin. Ich bin wertvoll für ihn allein durch mein „sein“. Selbst wenn ich nichts tue oder tun kann. Egal, ob ich im hauptamtlichen Verkündigungsdienst unterwegs bin oder mit meinen Nachbarn Kaffee trinke. Oft ist das „da sein“ für andere sogar wertvoller als jede Arbeit. Und das „alleine sein“ auf dem Sofa und dabei kräftig entspannen macht wieder Lust auf das „sein“ mit anderen.

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Dieser Gastbeitrag von Isa eröffnet die neue Serie LesenBetenLieben, in der tolle Menschen ihre Gedanken und Erfahrungen in Sachen readpraylove mit uns teilen. Ich freu mich! 🙂

2 Gedanken zu „LesenBetenLiebenSein … mit Isa Radler“

  1. sehr schön 🙂 Kurz, aber macht Spaß zu lesen.
    „Sex.Gott.“ Ähm, klingt jedenfalls interessant. Jetzt bin ich schon neugierig, was sich dahinter verbirgt. (Hoffe, das versteht man jetzt nicht falsch!)

    1. „Sex.Gott.“ ist ein Buchtitel. 😉 Ein wunderbares Buch über die Liebe. Von Gott zu uns Menschen und uns Menschen untereinander. Das Buch ist super. Sehr gut zu lesen und befreit zum Lieben.
      Ich empfehle es dir sehr zu lesen, wenn du es noch nicht getan hast.

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