LesenBetenLiebenLachen … mit Anett Wolf

Anett Wolf // 35 Jahre alt // lebt gern in Chemnitz // seit Neuestem Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit bei „Perspektiven für Familien e.V.“ // trinkt ihren Kaffee am liebsten mit viel Milch und Kakao aus großen Tassen

LESEN:

Wer das kann, ist klar im Vorteil. Das höre ich in den Momenten, wo ich z.B. vor einem Wegweiser zum WC stehe und jemanden frage: „Wo ist denn hier das Klo?“ Manchmal will ich gern das Offensichtliche noch mal ausgesprochen hören…

Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich zu den privilegierten Menschen gehöre, die lesen lernen konnten. Das macht mir die Bewältigung des Alltags wirklich leichter. Und ich freue mich, dass ich so viel Auswahl habe. Was es da nicht alles gibt: Bücher, Zeitungen, Zeitschriften, Magazine, Blogs , E-Mails, SMS (die hat man sich früher geschrieben, als es noch kein WhatsApp gab 😉 ).

Und die Inhalte kann ich selbstredend ebenfalls wählen. Das gefällt mir. Ich lese wirklich sehr gern: Tageszeitung, Blogs, immer mal einen Krimi, Comics gehen immer, Bibel auch manchmal… und doch habe ich phasenweise so Anflüge von „zu viel“. Zu viel Informationen, zu viel Input, zu viele Gedanken, die ich mir daraufhin mache… neulich habe ich ein Abo einer christlichen Zeitschrift gekündigt, weil ich einfach nicht mehr hinterher komme mit Lesen. Und wer kann schon so viel Input gebrauchen?! Immer nur „in mich aufnehmen“ stresst mich in solchen Phasen. Dann will ich erst einmal TUN, output haben, sozusagen. Das umsetzen, was ich gelesen habe, was ich schon weiß.
Da fällt mir ein, was ich mal in einem Kalender gelesen habe: Heute muss es nicht mehr heißen „sie wissen nicht, was sie tun“, sondern „sie tun nicht, was sie wissen“. Da hab ich mich ertappt gefühlt. Und will es gern anders machen, aber das ist mir dann doch oft zu unbequem.
Also mache ich es mir mit einem guten Buch auf dem Sofa bequem und lass mich auf eine kleine Gedankenreise mitnehmen. 🙂 Aber der Wille ist da und manchmal klappt es auch ansatzweise …

BETEN:

„Beten, das ist Reden mit Gott, das geht immer, ich red‘ kein‘ Schrott.“ Das war ein Merkvers bei dem coolen Kinderprogramm „McTurtle“, wo ich mal mitgearbeitet habe. Das geht ins Ohr und bleibt im Kopf. 🙂

Wie genau das „funktioniert“ – da bin ich mir auch nicht sicher. Ob beten tatsächlich „den Arm Gottes bewegt“, wie ich das früher oft gehört und auch irgendwie geglaubt habe, oder ob das mehr etwas ist, was mir selber weiterhilft, weil ich Gedanken, Wünsche, Bitten (…) formuliere und ausspreche, da mag ich mich heute nicht mehr so festlegen. Ich hab schon beides erlebt. Keine Ahnung. Aber ich nutze es und bin überzeugt, dass Gott souverän ist und ich nicht alles verstehen muss.

LIEBEN:

Auch hier ein Zitat, diesmal aus einem Lied von Bodo Wartke: „wer liebt, riskiert zu leiden, wer nicht liebt, leidet schon“.

Lieben tu‘ ich ausgewählt recht gern. Mich lieben lassen finde ich da schon schwieriger. Aber das eine geht schlecht ohne das andere, glaub ich.

LACHEN:

Das ist total super und überlebensnotwendig! Humor ist eine geniale Erfindung und davon mache ich sehr gern Gebrauch. Ich finde es herrlich und genieße es, wenn ich mich mit anderen Menschen auf dieser Ebene gleich auf Anhieb verstehe, manchmal auch ohne Worte.

Mit Lachen geht das allermeiste viel besser. Und ich vermute, dass Gott ganz oft schmunzelt. Bestimmt auch über mich. 😉

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LesenBetenLieben ist eine Serie, in der tolle Menschen ihre Gedanken und Erfahrungen in Sachen readpraylove mit uns teilen. Danke für’s Mitmachen, Anett! 🙂

LesenBetenLieben – da war ja mal was …

Mann, mann, mann, was soll das denn bitte für eine SERIE sein?
Zwei Folgen LesenBetenLieben und dann schon abgesetzt oder was?!

– NEIN, natürlich nicht!

Ach, aber irgendwie gab es immer so viel anderes zu schreiben … und zack – war schon wieder ein Monat ohne LesenBetenLieben-Folge vorbei.

(Naja, und DANN sind da natürlich auch noch die Leute, die ich angefragt habe UND die sogar auch bereit sind, was zu schreiben, ABER die es bis jetzt noch nicht gebacken gekriegt haben … By the way, wenn ihr das lest: Tut euch keinen Zwang an. *g*)

Aber jetzt wird ja alles gut: Denn am Wochenende geht es endlich weiter! 🙂
Und zwar ganz wunderbar. Sonntag ist nämlich Anett Wolf an dieser Stelle hier zu Gast.
Anett und mich verbindet eine gemeinsame Zeit bei Jugend für Christus Deutschland, „damals“, in the early 2000s … Und somit eine ganze Reihe von wichtigen Erlebnissen und Gesprächen. Nicht zu vergessen die eine oder andere Tasse Hühnerbrühe natürlich … 😉

Zwischendurch hatten wir ein Jahrzehnt lang mal gar keinen Kontakt. (Was hoffentlich nicht wieder vorkommt.) Aber nach einem bereichernden Wiedersehen Ende Dezember wusste ich: Diese Frau ist genau die Richtige für Folge 3!

Also, schaut Sonntag wieder rein, dann verrät Anett uns etwas von ihrer Sicht auf das Lesen und das Beten und das Lieben und das … – na, das werdet ihr dann sehen … 😉