Lese- und andere Früchte

Manchmal träume ich davon, ein paar Wochen lang nichts anderes zu tun als zu essen, zu schlafen UND ZU LESEN.
Ehrlich gesagt – ich träume sogar ziemlich häufig davon. Besonders oft im Herbst. Erstens, weil das Wetter ständig sagt: „Leg dich auf’s Sofa und lies“! Und zweitens, weil ich zum Geburtstag jedes Jahr großartigen Stoff bekomme. (Dass dieses Jahr keine Ausnahme war, seht ihr auf dem Bild.)

Nur leider kommt mir ständig diese nervige Sache mit der Realität in die Quere. In Gestalt der unfassbar lästigen Tatsache, dass es andauernd noch so viel anderes zu tun gibt …
Das Obst, das vom Baum fällt und am liebsten verarbeitet werden möchte, ist da nur EIN Beispiel von viel zu vielen. – Ach, und ist es nicht eine Schande, wenn Äpfel oder Birnen auf dem Boden verfaulen?!

Aber Moment mal: Ist es nicht auch eine Schande, dass jeden Herbst so viel mehr reizende Bücher rauskommen, als ein Mensch lesen (und bezahlen *g*) kann? (Also, jedenfalls ein Mensch, der in der oben skizzierten Realität lebt.)
Selbst, wenn man nur ein winzig kleines Spartensegment im Buchmarkt in den Blick nähme (sagen wir mal, das christliche) und auch dort nur einen Bruchteil verlockend fände: Es wäre hoffnungslos!

Wen kümmern denn eigentlich all die verfaulten Lesefrüchte??

Da könntet ihr ja mal weiter drüber nachdenken. Ich hab allerdings jetzt keine Zeit mehr für solche Philosophiererei.
Es gibt schließlich noch so viel anderes zu tun.
(Äpfel) Essen zum Beispiel. Schlafen. Und LESEN! 🙂

Ihr kriegt dann in den nächsten Wochen was ab von meinen Lesefrüchten, versprochen. 🙂