Im Anfang:

Da bist du also, 2018.
Unberührt und frisch.
Geheimnis- und verheißungsvoll.
Berstend vor Möglichkeiten.

(Nicht unbelastet, natürlich nicht.
Schon jetzt machen auch sie sich bemerkbar:
Die Unmöglichkeiten. Die Fragezeichen. So manche Schatten.
Aber doch:)

Er ist noch mit Händen zu greifen.
Dieser Zauber, der jedem Anfang innewohnt.
S
eit jenem ersten Anfang.
Faszinierend, herausfordernd, verlockend.
Und auch: Unsicher. Unübersichtlich.
Potenziell riskant, gefährlich sogar.

—–

Im Anfang: in(-)dem Gott die Welt erschuf
– die Erde war tohu wa bohu und Finsternis über der Urtiefe –
da bebte Gottes-Sturm-Kraft über den Wassern

Tohuwabohu. Chaos, schier undurchdringlich. Wüste Leere. Dunkle Abgründe. –
Doch: Nichts davon kann Gottes kreatives Anfangen aufhalten.
Über allem: Gotteskraft! Stürmisch, zitternd, tosend, flatternd, bebend.
Pures Potenzial. Kraft im Werden. Wunder auf frischer Tat.

Im Anfang: in(-)dem Gott die Welt erschuf
– die Erde war tohu wa bohu und Finsternis über der Urtiefe –
da bebte Gottes-Sturm-Kraft über den Wassern
und Gott sprach: Es werde Licht.
Und es geschah: Licht!

Jawohl, da sind bedrohliche Tiefen. Da sind tosende Fluten. Da ist Dunkel, durch das alles noch beängstigender wird.
Aber:
Gott spricht.
Gott spricht und es geschieht.
“Es werde”. Und es wird!
Gott spricht.
Ein Wort, aber nicht im Buchstabensinn.
Geschehnis!
Im Anfang: Das Licht der Welt.
Es wird hell.
Der Anfang geht weiter.

Im Anfang: in(-)dem Gott die Welt erschuf
– die Erde war tohu wa bohu und Finsternis über der Urtiefe –
da bebte Gottes-Sturm-Kraft über den Wassern
und Gott sprach: Es werde Licht.
Und es geschah: Licht!
Und Gott sah das Licht – echt gut!
Da schied Gott zwischen dem Licht und der Finsternis
und Gott nannte das Licht Tag und die Finsternis nannte er Nacht.
Und es geschah: Abend und es geschah: Morgen – ein erster Tag.

Gut ist es, das Licht!
Und die Finsternis …?
Immer noch bleibt sie. Und offenbar gehört sie dazu. Zum Ganzen. Zur Welt. Zum Leben.
Aber: Sie kriegt ihren Platz zugewiesen. Sie hat jetzt Grenzen, immerhin. Sie kriegt einen Namen. Und sie wird in Beziehung gesetzt: zum Licht.
Abend. Aber auch: Morgen!
Und dann erst: ein erster Tag.

—–

Ein erster Tag.
Ein erster Tag, auch heute.
Unberührt und frisch das Neue.
Geheimnis- und verheißungsvoll.
Berstend vor Möglichkeiten …
Echt gut! Wenn auch nicht alles.
Abend und Morgen, Nacht und Tag, Finsternis und Licht.

Ich brauche dich, Gott!
Ich brauche es, dass du die Finsternis in Schach hältst; in der Welt, in meinem Leben, in mir.
Bitte sprich: Licht-Worte, die alles ändern.
Unterscheide, trenne, kläre. Weise allem den richtigen Platz zu.
Hilf mir, die Dinge beim Namen zu nennen.

Und: Hör nicht auf, anzufangen!
Mach weiter: Schaffe Leben, schaffe Frucht, schaffe dein Bild.

Ich brauche dich, Gott.
Sturm-Kraft. Wort-Geschehen. Unterscheider. Im-Chaos-Wirkende. Licht-Quelle. Gut-Heißer.
Heute, im Anfang.
An den kommenden 364 Tagen.
Immer.

 

Beitragsbild: Myriams-Fotos/pixabay

Frohes neues JA!

NEIN.
Ich fühle mich noch nicht bereit für 2017.
Das alte Jahr steckt mir noch in den Knochen.

Sicherlich, es war mir ein reiches, ein schönes, ein gesegnetes Jahr.
366 Tage auf der Sonnenseite dieser Welt. Satt und warm und sicher.
Begegnungen haben mich bereichert.
Erfahrungen haben mich wachsen lassen.
Kinder und Ideen sind geboren.
Neue Wege haben sich eröffnet, Anfänge sind gemacht.

Aber es gab doch auch die andere Seite.
Schmerzhafte Abschiede. Herbe Enttäuschung. So manche Sackgasse.
Viel Chaos, viel Stress, viel Zuviel.
Und dann diese verrückt gewordene Welt.
Terror und Putsch, Hass und Gewalt, Flucht und Gleichgültigkeit.

Und doch. Das große Dennoch:
Gott war da. Trotz allem. In allem.

Jesus! Der, bei dessen Geburt Gottes Boten in der Finsternis von Frieden sangen.
Sein “Schon-jetzt” hat das dunkle “Noch-nicht” durchsäuert.
Damals in Bethlehem. Damals auf Golgatha. Hier und heute.
Auch die tiefste Finsternis ist durchzogen von dem, von dem es heißt: “Ich bin das Licht der Welt”.
Und seine Kraft wird weiter leuchten. Bis zum Ziel: Gottes Friedens-Königreich.

Und deshalb: JA.

Ja, ich freue mich auf das kommende Jahr mit seinen unverbrauchten Tagen und Chancen.
Ja, ich glaube, dass Liebe stärker ist als Hass, dass das Böse überwindbar ist mit Gutem.
Ja, ich möchte festhalten an dieser Hoffnung, die über mich hinausreicht.

Denn, ja, Gottes Ja steht fest. Zur Welt. Und zu mir.
Über diesem frischen Jahr. Schon jetzt.

Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, […] der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm.
Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre.
(2. Korinther 1,19+20)
Darum.
Gott zur Ehre, der Welt zum Zeugnis, dem Bösen zum Trotz:
FROHES. NEUES. JA!